Sardelle

Engraulis encrasicolus

    • MSC label*
      Wildfang
    • Mittelmeer FAO 37: Nordspanien (GSA 6), Balearen (GSA 5), Adria (GSA 17), Ägäis Griechenland (GSA 22); Nordostatlantik FAO 27: Portugiesische Küste (XIa)
      Ringwaden
    • Mittelmeer FAO 37
      pelagische Schleppnetze
    • Mittlerer Ost-Atlantik: Marokko, Mauretanien FAO 34
      pelagische Scherbrettnetze, Ringwaden

    Biologie

    Die Europäische Sardelle ist ein kleiner heringsartiger Fisch und bildet als Planktonfresser große Schwärme in den gemäßigten Breiten. Sie hält sich vorwiegend in geringen Wassertiefen auf. Ihre Körperform ist schlank und lang gestreckt, wobei sie selten eine Länge von über 16 Zentimeter erreicht. Sardellen pflanzen sich rasch fort und haben viele Nachkommen, wodurch sie wenig anfällig für Überfischung sind.

    Bestandssituation

    Die Bestandsgröße hängt stark von den Umweltbedingungen ab und unterliegt hohen natürlichen Schwankungen. Im Nordostatlantik ist der Bestand in der Biskaya gesund. Die Situation des Bestands in der Iberischen See ist unsicher, scheint aber relativ stabil zu sein. Im zentralen Ostatlantik vor Marokko und Mauretanien gilt die Bestandssituation als voll befischt. Für Nordspanien gibt es regelmäßige Bestandsbewertungen und die Biomasse liegt vermutlich über dem Referenzwert. Die Datenlage der Bestände im Mittelmeer ist sehr unsicher. Der Bestand in der nördlichen Adria wird als überfischt eingeschätzt. Der Bestand in der Ägäis gilt ebenfalls als stark befischt, jedoch nicht als gefährdet. Im Schwarzen Meer trat nach dem Zusammenbruch des Bestands in den 1980er Jahren eine Erholung ein. Derzeit liegen nicht genügend Informationen für eine Bestandsbewertung vor.

    Ökosystem

    Die Fischerei mit Freiwasser-Schleppnetzen hat niedrigere Beifangraten und ist mit geringen Auswirkungen auf die Bodenlebensgemeinschaften verbunden.

    Management

    Kurzlebige Arten wie die Sardelle stellen hohe Anforderungen an das Management, weil Bewirtschaftungsmaßnahmen für die Bestände auch kurzfristig angepasst werden müssen. Die Art ist stark vom aktuellen Jahresnachwuchs abhängig. Viele Fischereien sind jedoch MSC zertifiziert und werden nachhaltig bewirtschaftet.

    *MSC Stellungnahme

    Zum jetzigen Zeitpunkt ist der WWF der Ansicht, dass der MSC wichtige Reformen beschleunigen muss, um seinen Ruf als weltweit führender Fischereistandard zu wahren. Klicken Sie hier um die vollständige WWF-Erklärung über die Notwendigkeit von Reformen beim MSC zu lesen.

    • Marine Stewardship Council - 1

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