Jakobsmuschel

Pecten maximus, P. jacobeus, Mizuhopecten yessoensis

    • MSC label*
      Wildfang
    • Nordostatlantik FAO 27
      mit der Hand gesammelt
    • Nordostatlantik FAO 27, Mittelmeer FAO 37
      Dredgen, Schleppnetze (Grundscherbrettnetze)
    • Nordwestpazifik FAO 61
      Dredgen

    Biologie

    Die Jakobs- oder Pilgermuscheln, benannt nach dem Schutzpatron der Pilger, dem heiligen Jakob, gehören zu den wichtigsten Muscheln für die Fischerei und gelten als sehr schmackhaft. Durch Öffnen und Schliessen der Schale können sie aufspringen und schwimmen, um Räubern, wie zum Beispiel Seesternen, zu entkommen. Sie leben auf Sand- und Weichböden und können über 20 Jahre alt werden.

    Wildfang

    Für die Bestände der Großen Pilgermuschel (P. maximus) und der Mittelmeer-Pilgermuschel (P. jacobeus) liegen nicht genügend Daten für eine Bewertung vor. Der Vergleich mit historischen Fangdaten lässt vermuten, dass die Bestände größtenteils erschöpft sind. Die Bestände der Japanischen Pilgermuschel (Mizuhopecten yessoensis) brachen in den 1940er Jahren als Folge von Überfischung zusammen. Seit den 1960ern wurde die Art kultiviert, so dass sich der Wildbestand teilweise erholen konnte. Bedingt durch einen Mangel an Fangdaten kann man die langfristige Nachhalitge nicht einschätzen. Wegen zusätzlichem Druck von Effekten des Klimawandels gilt die Japanische Pilgermuschel als leicht anfällig für Überfischung.

    Ökosystem

    Die Wildbestände der Pilgermuscheln werden mit Grundschleppnetzen oder mit Dredgen (Schleppnetzen, die an festen, schweren Rahmen befestigt sind) befischt. Diese Fangmethoden sind vor allem in Gebieten, in denen Kaltwasserkorallen vorkommen, problematisch. Die empfindlichen Arten werden durch die Fanggeräte beschädigt und die Lebensräume zerstört. Das Pflücken per Hand ist dagegen umweltschonend.

    Zucht

    Die Muschelzucht erfolgt an Netzen im Wasser und verursacht kaum Schäden im umgebenden Lebensraum. Die Muscheln müssen nicht gefüttert werden und es werden keine Chemikalien verwendet. Für den Besatz der Kulturen werden wildlebende Pilgermuscheln gefangen oder Tiere in Brutanlagen gezüchtet.

    Zur Zucht von P. yessoensis werden Muscheln in ein Gebiet gesetzt, das zuvor von räuberischen Arten befreit wurde. Wenn die Muscheln nach drei Jahren Konsumgröße haben, werden sie mit Dredgen geerntet. Die ökologischen Auswirkungen der Dredgen sind in den Kulturen nicht so gravierend wie beim Befischen wilder Bestände. Es findet zwar ein Flächenverbrauch statt, die Kulturflächen werden aber bereits lange genutzt und stellen ohnehin deutlich veränderte artenarme Lebensräume dar.

    *MSC Stellungnahme

    Zum jetzigen Zeitpunkt ist der WWF der Ansicht, dass der MSC wichtige Reformen beschleunigen muss, um seinen Ruf als weltweit führender Fischereistandard zu wahren. Klicken Sie hier um die vollständige WWF-Erklärung über die Notwendigkeit von Reformen beim MSC zu lesen.

    • Marine Stewardship Council - 1

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