Stör

Acipenser spp.

    • weltweit
      Aquakultur: geschlossene Kreislaufanlagen
    • weltweit
      Aquakultur: Teichanlagen und Durchflussanlagen
    • weltweit
      Wildfang

    Biologie

    Mit einem stammesgeschichtlichen Alter von über 250 Millionen Jahren gehören die Störe zu den urtümlichsten Wirbeltieren unseres Planeten. Insgesamt gibt es 25 Arten in der Familie der Eigentlichen Störe (Acipenseridae). Alle Störarten kommen nur auf der Nordhalbkugel der Erde vor. Sie sind in Flüssen, Seen und Meeren Europas, Asiens und Nordamerikas beheimatet. Sie gehören zu den größten Süßwasserfischen der Erde. So war der größte bekannt gewordene Europäische Hausen oder Belugastör, nicht weniger als 8,5 Meter lang und hatte ein Gewicht von etwa 1.300 Kilogramm. Das Riesenexemplar soll über 100 Jahre alt gewesen sein.

    Bestandsituation

    Auf der Roten Liste der IUCN werden 25 Störarten geführt, davon 16 als “vom Aussterben bedroht” und 2 weitere als „stark bedroht“. Der Handel sowie die Zerstörung ihrer Lebensräume stellen eine starke Bedrohung der Bestände dar. Durch ihr langsames Wachstum und ihre spät eintretende Fortpflanzungsfähigkeit verjüngen sich ihre Bestände nur langsam. Störe werden vor allem für ihren Kaviar aber auch für ihr Fleisch (oft illegal) gefangen. Zwei Störarten, der Europäische Stör und der Kurznasenstör, stehen auf Anhang I der Washingtoner Artenschutzübereinkommens (CITES) und dürfen daher nicht grenzüberschreitend gehandelt werden. Alle restlichen Störarten stehen auf CITES-Anhang II und dürfen daher nur mit Ausfuhrgenehmigungen international gehandelt werden.

    Zucht

    Die Zucht mehrerer Störarten in Aquakultur macht inzwischen den Großteil des weltweit gehandelten Störs aus. Die Produktion ist hauptsächlich auf Kaviar ausgerichtet, in einigen Ländern wird jedoch auch das Fleisch des Störs gegessen. Die Produktion findet in geschlossenen Kreislaufsystemen oder offenen Teichen oder Becken statt. Aufgrund der hohen Lebenserwartung wird viel Futter und damit viel Fischmehl- und Öl für die lange Aufzucht der Störe benötigt, wodurch wiederum Wildfischbestände zusätzlich belastet werden.

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