Wels, Afrikanischer Wels, Europäischer Wels

Clarias gariepinus, Silurus glanis

    Biologie

    Der Afrikanische Wels stammt ursprünglich aus nordafrikanischen Gewässern. Der Europäische Wels kommt in ganz Europa vor, außer in Portugal und an der Mittelmeerküste. In Skandinavien ist er nur in Südschweden verbreitet. Die natürlichen Lebensräume sind Seen, Flüsse, Moore oder Überschwemmungsgebiete, die zeitweise austrocknen. Welse können den Sauerstoff aus der Luft nutzen, was auch in der Aquakultur vorteilhaft sein kann.

    Zucht

    Welse eignen sich als Zuchtfische, da sie robuste Allesfresser sind und in sehr hohen Dichten von bis zu 300 Kilogramm Fisch pro Kubikmeter gehalten werden können. Solche hohen Besatzdichten sind unter Tierschutz-Gesichtspunkten jedoch nur bedingt zu befürworten. Ökologische Bedenken bestehen durch den hohen Energiebedarf von Kreislaufanlagen, die Schwierigkeit, Welse tierschutzkonform zu töten und die Herkunft des Fischfutters, da der Anteil an Fischmehl und –-öl immer noch relativ hoch ist. Die Zucht in geschlossenen Kreislaufanlagen ist durch ein angemessenes Gesundheitsmanagement und gute Wasseraufbereitung umweltfreundlich und technologisch fortgeschritten. Bei der Zucht in Teichen kann es durch Abwässer zu Umweltauswirkungen kommen, jedoch werden diese durch Aufbereitung der Abwässer gering gehalten.

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