Wolfsbarsch

Dicentrarchus labrax

    • BIO
      Aquakultur
    • Mittelmeer mit "Global GAP" Label
      Aquakultur: Netzkäfiganlagen
    • Europa
      Aquakultur: Durchflussanlagen
    • Nordostatlantik FAO 27, Mittlerer Ostatlantik FAO 34
      Haken und Angelleine
    • Mittelmeer
      Wildfang, Aquakultur: Netzkäfiganlagen
    • Nordostatlantik FAO 27, Mittlerer Ostatlantik FAO 34,
      Wildfang (ausser Haken und Angelleine)

    Biologie

    Der Europäische Wolfsbarsch ist ein Fisch aus der Familie der Wolfsbarsche. Die Fische erreichen eine maximale Körperlänge von etwa einem Meter und ein Gewicht von ca. 12 Kilogramm. Die Jungtiere leben in Schwärmen, mit zunehmendem Alter verlieren sie aber ihre Geselligkeit. Wolfsbarsche leben räuberisch und jagen nachts verschiedene Weichtiere, Krebstiere und Fische.

    Bestandsituation Wildfang

    Es gibt keine Bestandsbewertung für den Wolfsbarsch im Mittelmeer oder zentralen Ostatlantik. Der Bestand im nördlichen Nordostatlantik ist in den letzten Jahren stark zurückgegangen und die Fischerei ist zu hoch, als dass er sich erholen könnte. Sofern es sich nicht um eine selektive Fischerei mit Handleinen oder Angelruten handelt, kommt es zu hohen Beifangraten. Die Wolfsbarschfischerei ist in der Europäischen Union durch Mindestgrößen für die Anlandung und die Regulierung der Maschenweiten reguliert. Es gibt keine Fangquoten für die Art. Das Management ist nur teilweise effektiv.

    Zucht

    Der Wolfsbarsch ist eine der wichtigsten Aquakulturarten im Mittelmeerraum. Er wird größtenteils in offenen Netzkäfiganlagen gezüchtet. Für die Produktion von einem Kilogramm Wolfsbarsch werden mehr als drei bis fünf Kilogramm Wildfisch benötigt. Die Futtermittelproduktion (Fischmehl und Fischöl) belastet die Wildfischbestände zusätzlich. Die Zucht in offenen Netzen führt vielfach zu Beeinträchtigungen der Meeresumwelt. Das umgebende Wasser wird mit Nährstoffen angereichert, was zu einer Überdüngung führen kann. Es besteht die Gefahr, dass Krankheiten auf Wildfische übertragenwerden oder entwichene Wolfsbarsche die Fortpflanzung der gut angepassten wildlebenden Bestände beeinflussen.

    Bio

    Bei der Bio-Zucht werden für das Futter Nebenprodukte aus der Speisefischindustrie verwendet, so dass die Wildfischbestände nicht zusätzlich belastet werden. Es gibt Maßnahmen zum Schutz der Gewässer und der umgebenden Natur. Chemikalien und Medikamente werden nur im Bedarfsfall eingesetzt. Die Einhaltung der Umweltschutzmaßnahmen wird streng kontrolliert.

    In Zukunft soll es auch ASC Kriterien für die verantwortungsvolle Zucht von Wolfbarsch geben.

    • Organic - 1
    sonstige Zertifikate: Global GAP

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