Seeteufel

Lophius piscatorius, L. budegassa

    • Nordostatlantik FAO 27: Island (Va)
      Grundlangleinen, Bodenstellnetze, Grundscherbrettnetze
    • Nordostatlantik FAO 27: Kantabrische See (VIIIc), Portugiesische Küste (IXa)
      Bodenstellnetze
    • Nordostatlantik FAO 27 (außer Island)
      Grundlangleinen
    • Restlicher Nordostatlantik FAO 27
      Bodenstellnetze
    • Mittelmeer FAO 37 und Nordostatlantik FAO 27 (außer Island)
      Grundscherbrettnetze, Baumkurren

    Biologie

    Der Seeteufel ist ein am Grund lebender Raubfisch, der von den Küstenregionen bis in Tiefen von über 1.000 Metern vorkommt. Beim Fang benutzt er seinen ersten Rückenflossenstrahl als „Angel“, mit der er seine Beute anlockt. Ist die Beute nah genug herangekommen, schnappt der Seeteufel mit seinem riesigen Maul zu.

    Bestandssituation

    Die Bestandssituation des Seeteufels in isländischen Gewässern ist unbekannt. Es gibt noch keine Anzeichen für eine Überfischung. In den südlichen Keltischen Meere und der Biskaya sowie der Kantabrischen und Iberischen See werden die Bestände maßvoll befischt. Die Daten zum Vorkommen in der Nordsee, den nördlichen Keltischen Meeren und dem Skagerrak und Kattegat sind unsicher. Die Bestände scheinen zuzunehmen und der Fischereiaufwand abzunehmen. Jedoch hat sich die Fischerei in Gebiete ausgeweitet, die als Rückzugsgebiete für Seeteufel galten.

    Seeteufel wird als Beifang in gemischten Fischereien gefangen. Junge Seeteufel landen in den Netzen, bevor sie fortpflanzungsfähig sind. Auch seltene Hai- und Rochenarten sowie Meeressäuger und Seevögel werden ungewollt mitgefangen. Die Rückwürfe machen bis zu einem Drittel der Fänge aus. Die Grundschleppnetzfischerei schädigt zudem die Bodenlebensräume.

    Management

    Das Management im Nordostatlantik beinhaltet unter anderem Vorgaben zum Fanggerät, saisonale Gebietsschließungen und Bestimmungen über die Beifangmengen. Die gemeinsamen Quoten für die Arten Lophius piscatorius und L. budegassa erschweren ein effektives Management. In den isländischen Gewässern ist das Management umfassend. In der Adria ist kein artspezifisches Management vorhanden.

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