Seehecht

Merluccius spp.

    • MSC label*
      Wildfang
    • Nordostatlantik FAO 27: Portugiesische Küste (XIa)
      Handleine
    • Südostatlantik FAO 47: Südafrika, Namibia
      Grundlangleinen, Grundscherbrettnetze
    • Nordostatlantik FAO 27: Skagerrak/Kattegat (IIIa), Nordsee (IV),Westlich Schottlands (VI),Keltisches Schelf (VII), Biscaya (VIIIa,VIIIb,VIIId)
      Bodenstellnetze, Grundlangleinen
    • Mittelmeer FAO 37: Ägäisches Meer (GSA 22)
      Grundlangleinen
    • Mittelmeer (FAO 37) außer Ägäisches Meer (GSA 22)
      Wildfang
    • Atlantik (außer Südostatlantik), Mittelmeer, Pazifik
      Grundscherbrettnetze

    Biologie

    Seehechte gehören zur Familie der dorschartigen Fische. Seehechte sind gefräßige Fischräuber, die sich hauptsächlich von kleinen Schwarmfischen des Freiwassers (Heringe, Makrele, Sprotten und Sardinen) ernähren. Sie erreichen eine Länge von bis zu 1,4 Metern und wiegen dann bis zu 15 Kilogramm. Charakteristisch für den Europäischen Seehecht (Merluccius merluccius) ist die schwarze Farbe seiner Mundhöhle und der Zunge.

    Bestandssituation

    Seehechte sind anfällig für Überfischung, da sie nur langsam wachsen, erst spät geschlechtsreif werden und ein Alter von bis zu 20 Jahren erreichen.
    Die Bestandssituation variiert je nach Art und Fanggebiet.

    Ökosystem

    In der Seehechtfischerei werden auch geschützte Haie und Rochen sowie Delfine und Meeresschildkröten mitgefangen. Es können erhebliche Mengen junger Seehechte mitgefangen werden und Seevögelverfangen sich oft in den Langleinen. Langleinen und Stellnetze haben weniger Auswirkungen auf das Ökosystem als Grundschleppnetze. Auswirkungen der Fischerei auf das Ökosystem sind sehr wahrscheinlich, da der Seehecht darin eine Schlüsselrolle einnimmt.

    Management

    Das Management des Europäischen Seehechts im Nordostatlantik ist teilweise erfolgreich, im Mittelmeer jedoch nur bedingt. Die Managementsysteme in Südamerika sind beim Wiederaufbau der Seehechtbestände kaum wirksam. In den südafrikanischen Gewässern hat die Industrie durch verbesserte Anlandestatistiken und Kontrollen erhebliche Anstrengungen zum Schutz des Kap-Seehechts unternommen. Es fehlen jedoch Maßnahmen zu Beifängen und Rückwürfen. Wissenschaftliche Empfehlungen sind zudem in den letzten Jahren bei der Festsetzung von Höchstfangmengen übergangen worden.

    *MSC Stellungnahme

    Zum jetzigen Zeitpunkt ist der WWF der Ansicht, dass der MSC wichtige Reformen beschleunigen muss, um seinen Ruf als weltweit führender Fischereistandard zu wahren. Klicken Sie hier um die vollständige WWF-Erklärung über die Notwendigkeit von Reformen beim MSC zu lesen.

    • Marine Stewardship Council - 1

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