Eismeergarnelen

Pandalus borealis, P. platyceros

    • MSC label*
      Wildfang
    • Nordostatlantik FAO 27: Barentssee (I), Norwegische See (II), Island (V)
      Schleppnetze (Grundscherbrettnetze)
    • Nordwestatlantik FAO 21
      Schleppnetze (Grundscherbrettnetze)
    • Nordostatlantik FAO 27: Skagerrak/Kattegat (IIIa), Nordsee (IVa), Ostgrönland (XIVb)
      Schleppnetze (Grundscherbrettnetze)

    Biologie

    Eismeergarnelen (Pandalus borealis) sind Krebstiere aus der Familie der Tiefseegarnelen. Die Hauptfanggebiete liegen im Atlantik vor Island und Kanada. Eismeergarnelen können bis zu 12 Zentimeter lang werden und werden auch als Norwegische Garnele oder „Grönland Shrimp“ bezeichnet. Die verwandte Art, die Alaska-Garnele (P. platyceros) lebt im kanadischen Nordostpazifik.

    Bestandssituation

    Die Bestände in Island, Ostgrönland und im Nordwestatlantik haben sich zumindest bei den küstennahen Beständen in den jeweiligen Fjorden erholt. Der Bestand im Skagerrak und in der Nordsee ist nach der neuesten Bestandsbewertung in einem besseren Zustand als angenommen. Der Bestand in der Nordostarktis und Norwegischen See ist gesund und die Fischereiintensität ist angemessen. Der Alaska-Garnelenbestand im kanadischen Nordostpazifik ist gesund.

    Ökosystem

    Die Grundschleppnetzfischerei auf Eismeergarnelen ist relativ selektiv, schädigt aber bodenlebende Arten wie empfindliche Kaltwasserkorallen. Auch können empfindliche und geschützte Arten mitgefangen werden, wie zum Beispiel junge Kabeljaue oder Rotbarsche. In einigen Gebieten werden insbesondere kleine Hai- und Rochenarten mitgefangen, deren Bestände bereits dezimiert sind.

    Management

    Das Management der Fischerei auf Eismeegarnelen erfolgt mit Fangbeschränkungen oder Aufwandsregelungen. Das Management in der Nordostarktis ist größtenteils effektiv. In Norwegen werden derzeit die Maßnahmen zur Regelung der negativen Auswirkungen der Fischerei verbessert. Auch in den anderen Regionen ist das Management umfassend und innovativ, sie führen aber bislang nicht zu einer Erholung der Bestände. Beifänge von empfindlichen und geschützten Arten bleiben weiterhin ein Problem.

    *MSC Stellungnahme

    Zum jetzigen Zeitpunkt ist der WWF der Ansicht, dass der MSC wichtige Reformen beschleunigen muss, um seinen Ruf als weltweit führender Fischereistandard zu wahren. Klicken Sie hier um die vollständige WWF-Erklärung über die Notwendigkeit von Reformen beim MSC zu lesen.

    • Marine Stewardship Council - 1

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