Scholle, Goldbutt

Pleuronectes platessa

    • MSC label*
      Wildfang
    • Nordostatlantik FAO 27: Nordsee (IV), Skagerrak/Kattegat (IIIa), Island (Va), Norwegische See (II)
      Grundscherbrettnetze, Elektrokurren
    • Nordostatlantik FAO 27: Ärmelkanal, Ostsee
      Bodenstellnetze
    • Nordostatlantik FAO 27: Ärmelkanal, Irische See (VII)
      Grundscherbrettnetze
    • Nordostatlantik FAO 27: Skagerrak/Kattegat (IIIa), Nordsee (IV), Ärmelkanal, Irische See (VII)
      Baumkurren

    Biologie

    Schollen gehören zur Ordnung der Plattfische. Sie sind aufgrund ihres langsamen Wachstums und der maximalen Lebenserwartung von 50 Jahren anfällig für Überfischung.

    Bestandssituation

    Der Schollenbestand in der Nordsee und dem Skagerrak befindet sich heute auf einem Höchststand. Der Bestand im Ärmelkanal scheint teilweise in einem guten Zustand zu sein. In der Irischen See wird die Scholle stark befischt und gilt als gefährdet. Der Bestand westlich Irlands ist unbekannt. Im Südwesten von Irland ist die Befischung zu intensiv.. Der isländische Schollenbestand liegt deutlich unter den historischen Werten, nimmt aber zu. Die Biomasse im Kattegat hat teilweise deutlich zugenommen. In der zentralen Ostsee weisen Indikatoren auf ein Wachstum des Bestandes.

    Ökosystem

    Schollen werden in der südlichen Nordsee vorwiegend mit Baumkurren gefangen. Diese Fangmethode ist zerstörerisch, weil Ketten den Boden umpflügen, um die Plattfische ins Netz zu scheuchen. Schleppnetze mit Scherbrettern haben weniger Bodenkontakt und sind daher weniger schädlich, ebenso die neu-entwickelten elektrischen Elektrokurren. Diese befinden sich allerdings noch in der Erprobung und weitere Studien sind notwendig.

    Die Fischerei mit Snurrewaden verzeichnet wenig Beifang und geringere Auswirkungen auf den Meeresboden als die Baumkurren. In der Nordsee und dem Ärmelkanal werden Schollen auch in schottischen Wadennetzen gefangen. Deren ökologische Auswirkungen sind noch weitgehen unbekannt. Die Fischerei mit Stellnetzen hat Beifänge von Schweinswalen, Seevögeln und empfindlichen Hai- und Rochenarten.

    Management

    Die geltenden Regulierungsmaßnahmen haben in der Nordsee den Wiederaufbau des Schollenbestands ermöglicht, in der Ostsee scheinen sie ausreichend für den Erhalt der Bestände. Das isländische Management wird als wirkungsvoll bewertet. In der Norwegischen See unterliegt die Schollenfischerei den allgemeinen Managementmaßnahmen Norwegens und Russlands. Diese werden als teilweise wirksam beurteilt.

    *MSC Stellungnahme

    Zum jetzigen Zeitpunkt ist der WWF der Ansicht, dass der MSC wichtige Reformen beschleunigen muss, um seinen Ruf als weltweit führender Fischereistandard zu wahren. Klicken Sie hier um die vollständige WWF-Erklärung über die Notwendigkeit von Reformen beim MSC zu lesen.

    • Marine Stewardship Council - 1

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